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Bettdecke, Daunendecke oder Kissen entsorgen: Wohin damit?
Weberei Pahl Redaktion
Eine gefüllte Bettdecke ist keine Bettwäsche und gehört nicht automatisch in den Altkleidercontainer. So klärst du, ob Weiternutzung, Weitergabe oder ein kommunaler Entsorgungsweg passt.
Eine alte Bettdecke, Daunendecke oder ein Kissen gehört nicht automatisch in den Altkleidercontainer. Welcher Entsorgungsweg gilt, regelt deine Kommune: In manchen Städten sind das Wertstoff- oder Recyclinghof, Sperrmüll oder Restmülltonne. Ist die Decke noch sauber und intakt, prüfe zuerst, ob du sie weiter nutzen oder gezielt weitergeben kannst.
Weiter nutzen oder entsorgen?
Geruch, verklumpte Füllung oder Flecken heißen noch nicht, dass die Decke ausgedient hat. Wie du nach dem Pflegeetikett vorgehst, vollständig trocknest und Ursachen eingrenzt, erklärt unser Ratgeber „Bettdecke waschen“. Eine eingerissene Hülle, aus der Füllung austritt, behebt Waschen allerdings nicht.
Gut erhaltene Decken weitergeben
Eine saubere, intakte Decke gehört nicht zwingend in den Müll. Die Berliner Stadtreinigung schreibt in ihren Hinweisen zu Alttextilien, dass saubere, trockene und tragbare Kleidung wiederverwendet werden kann; stark beschädigte, verschlissene oder verschmutzte sowie feuchte oder kontaminierte Textilien gehören laut BSR in den Restabfall. Für gefüllte Decken ist das keine Zusage – frag deshalb vorab, ob eine Einrichtung in deiner Nähe gebrauchte Decken annimmt.
Altkleidercontainer: Bettdecke ist nicht Bettwäsche
Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) nennt auf seiner Seite zu den Altkleidercontainern Bettwäsche, aber keine Federbetten. Bettwäsche ist dabei nicht dasselbe wie eine gefüllte Decke. Das AWM-Abfalllexikon führt dagegen zusätzlich ausdrücklich Federbetten auf. Weil die Angaben abweichen, prüfe vor dem Einwurf beim AWM oder am Container, ob deine konkrete Decke angenommen wird. Die Containerseite schließt nasse oder verschmutzte Textilien aus und verlangt gut verschlossene Tüten. Laut Lexikon gehören nur saubere, gut erhaltene Textilien in Tüten oder Säcken hinein, kaputte oder stark verschmutzte in den Restmüll. Für Hamburg stellt die Stadtreinigung in ihrem Abfall-ABC klar, dass Bettdecken und Kissen nicht in die Alttextilsammlung gehören.
Wirf eine gefüllte Decke deshalb nur in einen Container, dessen Betreiber genau solche Decken ausdrücklich annimmt – und nie verschmutzt, weil sie die übrigen gesammelten Textilien beeinträchtigen kann. Den abgezogenen Bettbezug prüfst du getrennt nach den Regeln des jeweiligen Containers.
So findest du den passenden Weg vor Ort
So gehst du vor, bevor du die Decke wegbringst:
Etikett lesen: Notiere Material und Füllung vom Pflegeetikett, falls die Annahmestelle nachfragt.
Zustand beschreiben: sauber und trocken, verschlissen, beschädigt oder verschmutzt? Davon hängt ab, ob eine Weitergabe infrage kommt.
Gezielt suchen: Gib im Abfall-ABC deiner Stadt oder deines Landkreises die Begriffe Bettdecke, Federbett und Kissen ein.
Vor dem Transport nachfragen: Nimmt die Stelle deine Decke an, braucht es eine Anmeldung, fallen Gebühren an?
Zwei Beispiele, die jeweils nur für ihre Stadt gelten: Im Münchner Abfalllexikon des AWM führen die Einträge zu Bettdecken, Federbetten und Federkissen den Wertstoffhof, die Restmülltonne und die Sperrmüllabholung auf. Der Eintrag im Hamburger Abfall-ABC zu Bettdecken und Kissen nennt Stilbruch, Recyclinghöfe, Sperrmüllabfuhr und Restmülltonne.
Gilt für Daunendecken etwas anderes?
Nicht pauschal. Eine Daunen- oder Federfüllung garantiert keine Annahme; es zählt, was dein Abfall-ABC oder die Annahmestelle vorsieht.
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