Einleitung und Grundhaltung
Als familiengeführtes Unternehmen mit eigenen vollstufigen Produktionsstandorten in der Türkei und Ägypten ist die Weberei Pahl tief in textile Lieferketten eingebunden. Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und unserer Verantwortung gegenüber Menschen, Umwelt und zukünftigen Generationen.
Wir orientieren uns an international anerkannten Standards und Leitlinien, darunter:
•UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
•OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
•ILO-Kernarbeitsnormen
•Nationale und europäische Vorgaben zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten
•Branchenbezogene Initiativen und Leitlinien der Textilwirtschaft
Unsere Grundsatzerklärung bildet das Fundament unseres Handelns. Sie wird durch Richtlinien zu Menschenrechten, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz, Umweltverantwortung sowie verantwortungsvoller Unternehmensführung ergänzt.
Die Identifikation, Bewertung und Steuerung menschenrechtlicher und umweltbezogener Risiken erfolgt auf Grundlage einer regelmäßig aktualisierten Risikoanalyse. Die Ergebnisse fließen in unsere Maßnahmenplanung, Lieferantenkommunikation sowie die Weiterentwicklung unseres Nachhaltigkeitsmanagements ein.
Im Berichtsjahr wurden bestehende Prozesse weiterentwickelt und zusätzliche Instrumente zur Risikoerhebung, Lieferantenbewertung und Fortschrittsmessung etabliert. Ziel ist es, Transparenz entlang unserer Lieferketten kontinuierlich auszubauen und die Wirksamkeit unserer Sorgfaltsprozesse nachvollziehbar zu dokumentieren.
Risiken & Sorgfaltsprozesse
Unsere Risikoanalyse basiert auf einer strukturierten Erhebung entlang der Lieferkette und berücksichtigt sowohl menschenrechtliche als auch umweltbezogene Risiken. Die Bewertung erfolgt risikobasiert unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit, der potenziellen Schwere der Auswirkungen sowie der Möglichkeit zur Einflussnahme.
Die Risikoanalyse umfasst sowohl unsere eigenen Produktionsstandorte als auch relevante Geschäftspartner entlang der vorgelagerten Lieferkette. Erkenntnisse aus Audits, Lieferantenbewertungen, Beschwerdeverfahren, Zertifizierungen und dem regelmäßigen Austausch mit Geschäftspartnern fließen kontinuierlich in die Bewertung ein.
Priorisierte Risiken betreffen insbesondere:
•Diskriminierung, sexuelle Belästigung und geschlechtsspezifische Gewalt
•Arbeitszeit und Überstunden
•Arbeits- und Gesundheitsschutz
•Sicherheit und standortbezogene Risiken
•Treibhausgasemissionen
•Umweltauswirkungen infolge klimatischer Veränderungen
•Zugang zu existenzsichernden Löhnen und Erhalt der Kaufkraft
Unsere Maßnahmen umfassen unter anderem:
•Regelmäßige externe Auditierungen und Lieferantenbewertungen
•Vor-Ort-Besuche und persönliche Gespräche mit Geschäftspartnern
•Nutzung anerkannter Zertifizierungen und Standards
•Strukturierte Lieferanten- und Mitarbeitendenbefragungen
•Etablierte Beschwerde- und Hinweisgebersysteme
•Nachhaltigkeitskoordination an den eigenen Produktionsstandorten
•Risikobasierte Maßnahmenplanung und Wirksamkeitskontrolle
Die Ergebnisse der Risikoanalyse werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Sie bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Sorgfaltsprozesse sowie für die Planung und Priorisierung von Präventions- und Abhilfemaßnahmen.
Priorisierte Risiken im Überblick
Unsere Risikoanalyse (Stand 2026) priorisiert menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken auf mehreren Ebenen.
(a) Sektorspezifische Risiken gemäß OECD-Leitlinien für die Textilbranche
| Risikoart | Gewichtung |
|---|---|
| Diskriminierung, sexuelle Belästigung, geschlechtsspezifische Gewalt | mittel |
| Arbeitszeit und Überstunden | mittel |
| Arbeits- und Gesundheitsschutz | mittel |
| Sicherheit und standortbezogene Risiken | mittel |
| Treibhausgasemissionen | mittel |
| Umweltauswirkungen infolge klimatischer Veränderungen | mittel |
| Zugang zu existenzsichernden Löhnen und Erhalt der Kaufkraft | mittel |
(b) Priorisierte Länder und Regionen
Im Rahmen der Risikoanalyse werden länderspezifische Risiken regelmäßig bewertet und mit den branchenspezifischen Risiken abgeglichen. Für einzelne Beschaffungsregionen wurden erhöhte Risiken identifiziert, die im Rahmen der Lieferantenbewertung, Informationsgewinnung und Maßnahmenplanung besonders berücksichtigt werden.
(c) Priorisierte Lieferkettenbereiche
Ein besonderer Fokus liegt auf der schrittweisen Verbesserung der Transparenz in vorgelagerten Lieferkettenstufen. Hierzu zählen insbesondere die Informationsgewinnung über weitere Lieferkettenstufen sowie die Erweiterung der Datengrundlage zu wesentlichen Materialgruppen.
Die priorisierten Risiken bilden den strategischen Ausgangspunkt für unsere Maßnahmenplanung. Die Risikoanalyse wird regelmäßig aktualisiert und ist fest in unser Nachhaltigkeitsmanagement integriert. Rückmeldungen aus Lieferantenbewertungen, Beschwerdeverfahren, Audits sowie dem direkten Austausch mit Geschäftspartnern werden systematisch berücksichtigt und fließen in die Weiterentwicklung der Risikobewertung ein.
Umgang mit Stakeholdern & vulnerablen Gruppen
Wir identifizieren und berücksichtigen regelmäßig besonders schutzbedürftige Gruppen entlang unserer Lieferketten. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage unserer Risikoanalyse sowie unter Berücksichtigung branchenspezifischer und länderspezifischer Risikofaktoren.
Aktuell dokumentiert:
| Land | Vulnerable Gruppen |
|---|---|
| Ägypten | LGBTIQ+, Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderung |
| Türkei | LGBTIQ+, Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderung |
| Pakistan | LGBTIQ+, Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderung |
| Indien | LGBTIQ+, Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderung |
| Deutschland | LGBTIQ+, Frauen |
Die Identifikation vulnerabler Gruppen erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der in der Risikoanalyse priorisierten Themen wie Diskriminierung, Belästigung und Ungleichbehandlung.
Für diese Gruppen bestehen verschiedene Schutz- und Unterstützungsmechanismen, darunter:
•Ansprechpartner vor Ort
•Menschenrechts- und Antidiskriminierungsrichtlinien
•Vertrauliche und mehrsprachige Kommunikationswege
•Sensibilisierung von Führungskräften und Verantwortlichen
•Beschwerde- und Hinweisgebersysteme
•Regelmäßige Einbindung relevanter Rückmeldungen in die Risikoanalyse
Erkenntnisse aus Lieferantenbewertungen, Mitarbeitendenbefragungen, Audits und Beschwerdeverfahren werden genutzt, um potenzielle Risiken für vulnerable Gruppen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen abzuleiten.
Der Schutz besonders gefährdeter Personengruppen bleibt ein wesentlicher Bestandteil unseres menschenrechtlichen Risikomanagements.
Beschwerdemechanismus & Ergebnisse
Ein wirksamer Beschwerdemechanismus ist ein zentraler Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Er ermöglicht Beschäftigten, Geschäftspartnern und weiteren potenziell betroffenen Personen, Hinweise auf menschenrechtliche oder umweltbezogene Risiken sowie Verbesserungsvorschläge vertraulich einzubringen.
Unser mehrstufiges Beschwerdesystem umfasst:
•Vorschlags- und Beschwerdeboxen vor Ort
•Mehrsprachige Online-Formulare (DE/EN/TR/AR)
•Vertrauenspersonen und Nachhaltigkeitskoordinatoren als Anlaufstellen
•Regelmäßige Dokumentation und Auswertung eingehender Hinweise
Die eingehenden Hinweise werden strukturiert erfasst, bewertet und – soweit erforderlich – mit geeigneten Präventions- oder Abhilfemaßnahmen verknüpft. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung unserer Risikoanalyse sowie in die Planung künftiger Maßnahmen ein.
Themenschwerpunkte der dokumentierten Beschwerden und Hinweise
Im Berichtsjahr 2026 wurden keine neuen Beschwerden mit wesentlichen Auswirkungen dokumentiert. Die nachfolgende Übersicht zeigt weiterhin die Themenschwerpunkte der bislang erfassten Beschwerden und Hinweise aus unseren Produktionsstandorten.
| Themenfeld | Häufigkeit |
|---|---|
| Gesundheit & Hygiene | Hoch |
| Wasser & Wärme | Hoch |
| Beleuchtung | Mittel |
| Sauberkeit | Mittel |
| Kinderbetreuung | Gering |
| Lärm & Raumklima | Gering |
| Urlaub & Struktur | Gering |
Alle dokumentierten Hinweise wurden bewertet, bearbeitet und – soweit erforderlich – mit geeigneten Maßnahmen verknüpft. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen weiterhin in die Risikoanalyse und die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse ein.
Wirksamkeit und Fortschrittsmessung
Die Wirksamkeit des Beschwerdemechanismus wird unter anderem anhand folgender Kriterien bewertet:
•Nutzung und Zugänglichkeit der Meldewege
•Bearbeitung und Nachverfolgung eingegangener Hinweise
•Wiederkehrende Themenfelder und deren Entwicklung
•Umsetzung identifizierter Verbesserungsmaßnahmen
•Rückmeldungen aus Audits, Lieferantenbewertungen und Standortgesprächen
Die kontinuierliche Nutzung der vorhandenen Meldewege sowie die systematische Bearbeitung eingehender Hinweise tragen dazu bei, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen zeitnah umzusetzen. Die Auswertung der Rückmeldungen unterstützt die Weiterentwicklung bestehender Prozesse und stärkt die Wirksamkeit unseres Risikomanagements.
Neben den eigenen Produktionsstandorten werden Erkenntnisse aus Lieferantenbewertungen, Audits und weiteren Dialogformaten zunehmend in die Gesamtbewertung einbezogen. Dadurch wird die Perspektive entlang der Lieferkette erweitert und die Grundlage für eine risikobasierte Maßnahmensteuerung kontinuierlich verbessert.
Förderung existenzsichernder Löhne
Summary
Die Sicherung und Förderung existenzsichernder Löhne bleibt ein wesentlicher Bestandteil unseres menschenrechtlichen Risikomanagements. Im Rahmen der aktuellen Risikoanalyse wurde das Risiko unzureichender Einkommen und möglicher Kaufkraftverluste weiterhin als relevantes Handlungsfeld identifiziert.
Insbesondere inflationsbedingte Entwicklungen, steigende Lebenshaltungskosten und regionale wirtschaftliche Veränderungen können dazu führen, dass gesetzliche Mindestlöhne und tatsächliche Lebenshaltungskosten auseinanderlaufen. Aus diesem Grund wird die Entwicklung von Löhnen und Kaufkraft regelmäßig beobachtet und bewertet.
Die Weberei Pahl hat hierzu einen strukturierten Ansatz etabliert, der die Bewertung gesetzlicher Mindestlöhne, anerkannter Referenzwerte für existenzsichernde Löhne sowie relevanter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen umfasst. Die Ergebnisse fließen in die Risikoanalyse, die Lieferantenkommunikation sowie die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen ein.
Maßnahmen, Fortschritt, Wirksamkeit, KPIs
Ergebnisse der Risikoanalyse (2026)
Die Risikoanalyse bestätigt, dass die Entwicklung von Einkommen und Kaufkraft weiterhin beobachtet werden muss. Insbesondere in Ländern mit erhöhten Inflationsraten oder starken wirtschaftlichen Schwankungen können Risiken hinsichtlich der langfristigen Sicherung angemessener Einkommen entstehen.
Zur Einordnung dieser Entwicklungen werden gesetzliche Mindestlöhne, anerkannte Referenzwerte für existenzsichernde Löhne sowie weitere öffentlich verfügbare Informationen regelmäßig bewertet und miteinander abgeglichen
Maßnahmen und Fortschritte
Im Berichtsjahr wurden bestehende Prozesse weiterentwickelt und systematisiert.
Zu den wesentlichen Maßnahmen gehören:
•Regelmäßige Bewertung der Entwicklung von Löhnen, Lebenshaltungskosten und Kaufkraft an den eigenen Produktionsstandorten
•Dokumentation relevanter Referenzwerte als Bestandteil der Risikoanalyse
•Einbindung des Themas in die jährliche Überprüfung menschenrechtlicher Risiken
•Sensibilisierung von Geschäftspartnern für die Bedeutung existenzsichernder Löhne und fairer Arbeitsbedingungen
•Ausbau der Datengrundlage durch strukturierte Lieferantenbewertungen und Informationsabfragen
•Berücksichtigung des Themas bei der Weiterentwicklung von Beschaffungs- und Nachhaltigkeitsprozessen
Wirksamkeit und Fortschrittsmessung (qualitativ)
Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird regelmäßig anhand qualitativer und prozessbezogener Indikatoren bewertet. Dazu zählen insbesondere:
•Aktualität und Vollständigkeit der dokumentierten Bewertungsgrundlagen
•Regelmäßige Überprüfung relevanter Referenzwerte
•Fortschritte bei der Informationsgewinnung entlang der Lieferkette
•Einbindung des Themas in Lieferantenbewertungen und Risikobewertungen
•Erkenntnisse aus Audits, Lieferantenkommunikation und weiteren Dialogformaten
Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema zunehmend systematisch in bestehende Managementprozesse integriert wird und die Datengrundlage für zukünftige Bewertungen kontinuierlich verbessert werden konnte.
Bewertung (Wirtschaftlichkeit, Risiko, Umsetzbarkeit)
| Bewertungsdimension | Einschätzung | Begründung |
|---|---|---|
| Wirtschaftlichkeit | mittel | Die regelmäßige Bewertung von Lohn- und Lebenshaltungskostenentwicklungen erfordert zusätzliche Informationsbeschaffung und Analyse, unterstützt jedoch langfristig stabile und verantwortungsvolle Lieferketten |
| Risikominderung | hoch | Die frühzeitige Identifikation möglicher Kaufkraft- und Einkommensrisiken ermöglicht eine risikobasierte Maßnahmenplanung und verbessert die Transparenz entlang der Lieferkette. |
| Umsetzbarkeit | hoch | Bestehende Risikoanalyse-, Lieferanten- und Nachhaltigkeitsprozesse bieten eine geeignete Grundlage für die kontinuierliche Bearbeitung des Themas. |
Empfehlungen und nächste Schritte (2027 ff.)
Weiterentwicklung der Datengrundlage zu existenzsichernden Löhnen und Kaufkraftentwicklungen.
Fortlaufende Aktualisierung relevanter Referenzwerte und Bewertungsgrundlagen.
Weiterer Ausbau der Lieferantenkommunikation zu fairen Arbeitsbedingungen und existenzsichernden Einkommen.
Prüfung geeigneter Möglichkeiten zur Verbesserung der Transparenz entlang vorgelagerter Lieferketten.
Verantwortlichkeiten
Strategische Verantwortung: Geschäftsleitung Weberei Pahl
Operative Umsetzung: Geschäftsleitung der Produktionsstandorte
Monitoring & Dokumentation: Nachhaltigkeits-Koordinatoren und verantwortliche Ansprechpartner vor Ort
Kommunikation: Nachhaltigkeitsmanagement Weberei Pahl
Lieferkettentransparenz & Herkunft
Als vertikal integriertes Unternehmen mit eigenen Produktionsstandorten in Ägypten und der Türkei verfügen wir über eine hohe Transparenz in den direkten Produktionsstufen unserer Lieferkette. Die eigenen Werke werden regelmäßig in die Risikoanalyse, Maßnahmenplanung und Nachhaltigkeitsbewertung einbezogen.
Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich daran, die Transparenz in vorgelagerten Lieferkettenstufen weiter auszubauen. Ziel ist es, die Datengrundlage zu relevanten Geschäftspartnern, Materialien und Herkunftsinformationen schrittweise zu erweitern und die Informationsqualität kontinuierlich zu verbessern.
Unsere Vorgehensweise umfasst insbesondere:
•Regelmäßige Erfassung und Aktualisierung relevanter Lieferanteninformationen
•Nutzung von Zertifizierungen, Auditberichten und Lieferantenauskünften als Informationsquellen
•Strukturierte Lieferantenbewertungen und risikobasierte Informationsabfragen
•Ausbau der Transparenz in vorgelagerten Lieferkettenstufen
•Kontinuierliche Weiterentwicklung der Herkunfts- und Nachhaltigkeitsinformationen zu wesentlichen Materialgruppen
Die Informationsgewinnung in tieferen Lieferkettenstufen bleibt ein Schwerpunkt unserer Nachhaltigkeitsarbeit. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Risikoanalyse, die Lieferantenbewertung und die Weiterentwicklung unserer Beschaffungsprozesse ein.
Durch diesen schrittweisen Ansatz verfolgen wir das Ziel, Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Risikobewusstsein entlang unserer Lieferketten kontinuierlich zu verbessern.
Verständlichkeit & Zugänglichkeit der Berichterstattung
Unsere Nachhaltigkeitsinformationen sind über unsere Website öffentlich zugänglich:
Zentrale Adresse: www.weberei-pahl.de/verantwortung
Verfügbare Inhalte: Grundsatzerklärung, Code of Conduct, Nachhaltigkeitsberichtserstattung, Zertifikate, Auditnachweise, Beschwerdeverfahren
Sprachen: Deutsch & Englisch
Veröffentlichungsrhythmus: fortlaufend aktualisiert, mindestens einmal jährlich geprüft (siehe Versionshistorie in Dokumenten)
Die Inhalte wurden so gestaltet, dass sie für unterschiedliche Zielgruppen – darunter Kunden, Geschäftspartner, Auditoren und die interessierte Öffentlichkeit – verständlich sind. Die Struktur orientiert sich an Anforderungen des Grünen Knopfs sowie an den wesentlichen Elementen unternehmerischer Sorgfaltspflichten.
Sowohl in der Sprache als auch in der Darstellung legen wir Wert auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Praxisnähe. Die Inhalte sind bewusst sachlich gehalten und konzentrieren sich auf die Beschreibung unserer Prozesse, Maßnahmen und Fortschritte.
Wesentliche Dokumente und Informationen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Ziel ist es, relevante Nachhaltigkeitsinformationen dauerhaft zugänglich zu machen und die Weiterentwicklung unserer Sorgfaltsprozesse transparent darzustellen.
KPI-basierte Fortschrittsmessung
Zur Bewertung der Wirksamkeit unserer Sorgfaltsprozesse setzen wir qualitative und quantitative Indikatoren ein. Diese unterstützen uns dabei, Fortschritte nachvollziehbar zu dokumentieren, Verbesserungsbedarfe zu erkennen und Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.
Grundlage der Fortschrittsmessung sind insbesondere:
•die Ergebnisse der Risikoanalyse
•die Umsetzung definierter Maßnahmen
•Erkenntnisse aus Audits und Lieferantenbewertungen
•Rückmeldungen aus Beschwerdeverfahren
•Fortschritte bei der Informationsgewinnung entlang der Lieferkette
•Entwicklungen im Bereich existenzsichernder Löhne und menschenrechtlicher Risiken
Beispiele für eingesetzte Kennzahlen und Bewertungsbereiche:
•Fortschritt der Risikoanalyse und Risikobewertung
•Umsetzung von Präventions- und Verbesserungsmaßnahmen
•Lieferantenbewertungen und Informationsgewinnung
•Transparenz entlang der Lieferkette
•Bearbeitung und Auswertung von Beschwerden und Hinweisen
•Dokumentation relevanter Nachhaltigkeits- und Sozialthemen
Die Bewertung erfolgt regelmäßig im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Hierfür werden die Ergebnisse analysiert, dokumentiert und in die weitere Maßnahmenplanung integriert.
Zur besseren Nachvollziehbarkeit werden Fortschritte anhand eines internen Bewertungssystems verfolgt. Dadurch können Entwicklungen über mehrere Berichtszeiträume hinweg betrachtet und kontinuierliche Verbesserungen sichtbar gemacht werden.
Die Nutzung und Wirksamkeit des Beschwerdemechanismus stellt einen wesentlichen Bestandteil der Fortschrittsbewertung dar. Erkenntnisse aus Beschwerden, Audits und Lieferantenbewertungen werden systematisch ausgewertet und in die Weiterentwicklung unserer Sorgfaltsprozesse einbezogen.
Diese Systematik unterstützt den kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Sinne des PDCA-Zyklus (Plan – Do – Check – Act) und trägt dazu bei, die Wirksamkeit unserer Sorgfaltsprozesse regelmäßig zu überprüfen.
Vergleich mit Vorjahren & Zielsystem
Wir vergleichen jährlich die Entwicklung zentraler Nachhaltigkeitsthemen auf Basis unserer Risikoanalyse, der dokumentierten Maßnahmen sowie weiterer Erkenntnisse aus Audits, Lieferantenbewertungen, Beschwerdeverfahren und internen Reviews.
Ziel ist es, Fortschritte nachvollziehbar zu dokumentieren, Risiken frühzeitig zu erkennen und bestehende Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Beobachtete Entwicklungen im Berichtsjahr:
Weiterentwicklung und stärkere Strukturierung der Risikoanalyse
Ausbau der Datengrundlage für Lieferantenbewertungen und Nachhaltigkeitsinformationen
Erweiterung der Informationsgewinnung entlang vorgelagerter Lieferkettenstufen
Weiterentwicklung der Bewertungsgrundlagen für existenzsichernde Löhne und Kaufkraftentwicklungen
Stärkere Verknüpfung von Risikoanalyse, Maßnahmenplanung und Fortschrittskontrolle
Kontinuierliche Weiterentwicklung der Transparenz entlang der Lieferkette
Zielsysteme
Unsere Zielsysteme ergeben sich aus:
•den Ergebnissen der Risikoanalyse
•den internen Maßnahmen- und Verbesserungsplänen
•anerkannten Standards und Zertifizierungssystemen
•den Anforderungen des Grünen Knopfes sowie weiteren relevanten Nachhaltigkeitsstandards
Die Zielerreichung wird regelmäßig überprüft und im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements bewertet. Dabei steht nicht die kurzfristige Erfüllung einzelner Maßnahmen im Vordergrund, sondern die kontinuierliche Verbesserung der zugrunde liegenden Prozesse und Informationsgrundlagen.
Insbesondere in Bereichen mit begrenzter Transparenz oder eingeschränkter Datenverfügbarkeit verfolgen wir einen schrittweisen Verbesserungsansatz. Ziel ist es, die Qualität der Informationen, die Wirksamkeit der Maßnahmen und die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen fortlaufend zu verbessern.
Diese systematische Fortschritts- und Zielbewertung ist ein integraler Bestandteil unseres jährlichen Nachhaltigkeitsreviews.
Berichtsstand
Dieser Nachhaltigkeitsbericht basiert auf dem Stand der zum Juni 2026 vorliegenden Informationen und Erkenntnisse. Die zugrunde liegenden Risikoanalysen, Maßnahmenbewertungen und Fortschrittskontrollen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.
Veröffentlichung: Juni 2026